B2B-App: Eine Anwendung für Händler und Geschäftskunden statt für Verbraucher
Wenige Nutzer, intensive Nutzung, individuelle Konditionen: Was eine App für Händler, Partner und Geschäftskunden ausmacht, wie sie ohne öffentlichen Store zu den Nutzern kommt und warum die Arbeit bei den Daten liegt.
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Eine B2B-App ist eine Anwendung für Smartphone oder Tablet, die sich an Geschäftskunden, Händler oder Partner eines Unternehmens richtet und nicht an Verbraucher. Sie dient weniger dem Spontankauf als wiederkehrenden Vorgängen im Geschäftsalltag: nachbestellen, Verfügbarkeit prüfen, Belege abrufen, Service anfordern oder den Stand eines Auftrags verfolgen.
Was ist eine B2B-App?
Die Zahl der Nutzer ist meist überschaubar, die Nutzung dafür intensiv und zweckgebunden. Ein Händler öffnet die Anwendung nicht, weil eine Werbung ihn neugierig macht, sondern weil er einen Auftrag erledigen will, oft mehrmals in der Woche und unter Zeitdruck. Daran bemisst sich, was sie leisten muss: wenige Wege zum Ziel, verlässliche Daten und die Konditionen, die für genau diesen Kunden gelten.
Oft ist sie die mobile Seite eines Kundenportals: dieselben Daten und Rollen, aber zugeschnitten auf Situationen, in denen Kunden unterwegs sind, im Lager stehen oder auf einer Baustelle arbeiten.
B2B-App und Verbraucher-App: die Unterschiede
- Konten statt Einzelpersonen. Hinter einem Kunden stehen mehrere Nutzer mit unterschiedlichen Rechten, etwa Einkauf, Buchhaltung und Lager.
- Individuelle Konditionen. Preise, Sortiment und Zahlungsbedingungen unterscheiden sich je Kunde und kommen aus dem ERP-System oder der Warenwirtschaft.
- Anbindung statt Insellösung. Die Anwendung ist nur so nützlich wie ihre Verbindung zu Auftrags-, Lager- und Belegdaten.
- Funktion vor Effekt. Wichtiger als aufwendige Gestaltung sind schnelle Suche, Wiederholung früherer Aufträge und klare Statusanzeigen.
- Kein Store-Marketing. Die Nutzer werden direkt eingeladen; Sichtbarkeit im Store spielt kaum eine Rolle.
Typische Einsätze bei Händlern, Partnern und Geschäftskunden
Typische Beispiele sehen so aus: Ein Hersteller gibt seinen Fachhändlern eine Anwendung, mit der sie Verfügbarkeiten sehen und Ware nachbestellen, ohne im Innendienst anzurufen. Ein Großhändler lässt Handwerksbetriebe Artikel per Barcode vom Regal in den Warenkorb scannen. Ein Serviceunternehmen ermöglicht Kunden, eine Störung mit Foto zu melden und den Einsatz zu verfolgen.
Allen gemeinsam ist, dass ein Vorgang, der bisher eine Person im eigenen Betrieb gebunden hat, beim Kunden selbst erledigt wird. Der Nutzen entsteht auf beiden Seiten: Der Kunde wartet nicht auf einen Rückruf, und der Innendienst gewinnt Zeit für die Fälle, die wirklich ein Gespräch brauchen.
Verteilung: Store, geschlossener Kreis oder Web-App
Eine B2B-App muss nicht öffentlich im App Store oder bei Google Play stehen. Apple bietet über den Apple Business Manager die Verteilung individueller Apps an ausgewählte Organisationen an, Google über Managed Google Play private Apps für bestimmte Unternehmen. Beide Wege setzen voraus, dass die Kunden eine solche Geräteverwaltung nutzen, was bei kleineren Geschäftskunden nicht immer der Fall ist.
Die dritte Möglichkeit ist eine Web-App, die ohne Store auskommt und über einen Link geöffnet wird. Sie reicht für viele Vorgänge aus und lässt sich zentral aktualisieren. Wird die Anwendung auch ohne Netz gebraucht, etwa in einer Halle mit schlechtem Empfang, lohnt ein Blick auf die Anforderungen einer offline-fähigen App.
Worauf es bei der Anbindung ankommt
Die meiste Arbeit steckt nicht in der Oberfläche, sondern in der Verbindung zu den Daten. Kundenstamm, Preise, Bestände und Belege müssen aktuell und eindeutig sein, sonst sieht der Händler einen Preis, der nicht gilt, oder einen Bestand, der nicht da ist. Häufig zeigt erst das Vorhaben einer App, dass die Daten im eigenen System uneinheitlich gepflegt sind oder in einer gewachsenen Eigenlösung liegen, die sich nicht sicher nach außen öffnen lässt.
Dazu gehören Rollen innerhalb eines Kundenkontos, ein Protokoll der Bestellungen und Freigaben sowie eine klare Regel, welche Angaben intern bleiben. Verarbeitet ein Dienstleister personenbezogene Daten der Nutzer im Auftrag, ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig. Ebenso gehört ein Weg dazu, neue Nutzer eines Kundenkontos freizuschalten und ausgeschiedene zu sperren, ohne dass jedes Mal der Innendienst eingreifen muss.
Wie wir eine App für Geschäftskunden bauen
Wir prüfen zuerst die Daten, aus denen die Anwendung gespeist wird, und klären, ob eine Web-App genügt oder eine Store-App nötig ist; das steht vor dem Angebot fest. Gebaut wird in TypeScript mit React, angebunden an das bestehende System oder an eine abgelöste Eigenlösung. Freigeschaltet wird zuerst für wenige vertraute Kunden, und jede Etappe hat eigene Prüfkriterien und eine eigene Abnahme. Den Ablauf beschreibt die Seite App-Entwicklung.
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